Mit einem festlichen Abend in der Zeiskamer Mühle wurden vor wenigen Tagen die „Wilden Wochen in der Pfalz“ eröffnet. Gemeinsam mit der rheinland-pfälzischen Ministerin für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten, Christine Schneider, begrüßten der Südpfalz-Tourismus Landkreis Germersheim e.V., der Verein Südliche Weinstraße e. V., und die StadtLeben Landau in der Pfalz GmbH den Start der gemeinsamen Genussaktion. Erstmals finden die Wilden Wochen in der gesamten Pfalz statt: 41 Gastronomiebetriebe aus der Südpfalz, der Deutschen Weinstraße, dem Pfälzerwald und dem Pfälzer Bergland bieten in November und Dezember Gerichte mit Wild aus heimischen Revieren an.

Hinter der Aktion steht eine klare Strategie: Regionalität sichtbar machen, heimische Wertschöpfung stärken und Gästen wie Bürgerinnen und Bürgern ein hochwertiges, nachvollziehbares Genusserlebnis bieten. Das Wildfleisch stammt direkt aus der gebietsansässigen Jagd, wird von ortsansässigen Metzgereien verarbeitet und gelangt ohne lange Transportwege in die Küchen der beteiligten Betriebe. Damit verbinden die Wilden Wochen kulinarische Vielfalt mit kurzen Wegen, tiergerechter Herkunft und Unterstützung der regionalen Wirtschaft. 

Für die Gäste bedeutet das: Sie können in Restaurants, Hotels, Landgasthäusern und auch in Kochschulen erleben, wie vielfältig Wildküche sein kann – vom klassischen Braten über Gulasch und Steaks bis zu Schinken- und Wurstwaren. Gleichzeitig wird deutlich, dass Wild ein natürlicher Bestandteil der Pfälzer Wälder ist und dessen Nutzung in einem verantwortungsvollen Gleichgewicht mit Wald, Landwirtschaft und Naturschutz steht.

Gemeinsames Signal der Region

Die Landräte Martin Brandl (Landkreis Germersheim) und Dietmar Seefeldt (Landkreis Südliche Weinstraße) sowie Bürgermeister Lukas Hartmann (Stadt Landau in der Pfalz) betonen in einem gemeinsamen Statement: „Die Wilden Wochen zeigen, was gelingt, wenn wir in der Südpfalz und darüber hinaus gemeinsam an einem Ziel arbeiten. Wir stärken unsere Gastronomie, unsere Jägerschaft, unsere Metzgereien und unsere Wälder – und schaffen daraus ein Angebot, von dem die Menschen direkt profitieren. Wer hier genießt, erlebt Region, Qualität und Verantwortung auf dem Teller. Diese Zusammenarbeit ist kein Projekt für einen Abend, sondern Teil unserer Strategie, die Südpfalz als lebendigen, attraktiven und zukunftsfähigen Raum weiterzuentwickeln.“

Die Touristikerinnen Silke Wiedrig (Südpfalz-Tourismus Landkreis Germersheim e.V.), Uta Holz (Verein Südliche Weinstraße e.V.) und Nina Ziegler (StadtLeben Landau in der Pfalz GmbH), und ergänzen: „Mit der Ausweitung auf die gesamte Pfalz wird aus einer erfolgreichen regionalen Idee ein starkes gemeinsames Genussangebot. Wir bringen Betriebe, Erzeuger und Gäste zusammen und machen sichtbar, welche Qualität in unserer Region steckt. Für Einheimische und Besucherinnen und Besucher entstehen damit neue Anlässe, unsere Landschaft zu entdecken, lokale Betriebe zu unterstützen und die Pfalz mit allen Sinnen zu erleben.“

Ministerin: Regionale Wertschöpfung und verantwortungsvolle Waldnutzung

Landwirtschafts- und Umweltministerin Christine Schneider erklärte anlässlich der Eröffnung: „Die Wilden Wochen verbinden Genuss mit Verantwortung. Sie machen deutlich, dass unsere Wälder mehr sind als Erholungsraum: Sie sind Lebensraum, Wirtschaftsraum und Quelle hochwertiger regionaler Lebensmittel. Wer Wild aus der Pfalz isst, unterstützt kurze Wege, heimische Betriebe und eine nachhaltige Nutzung unserer Natur. Genau solche konkreten Projekte bringen Region und Menschen zusammen – und zeigen, wie gut gemeinsames Handeln vor Ort funktioniert.“

Ein Angebot mit Wirkung

Die Wilden Wochen sind mehr als eine kulinarische Aktionswoche. Sie stärken die Sichtbarkeit der beteiligten Gastronomiebetriebe in einer saisonal wichtigen Zeit, sichern Wertschöpfung in der Region und machen die Verbindung zwischen Wald, Jagd, Handwerk und Küche erlebbar. Zugleich entstehen für Bürgerinnen und Bürger konkrete Vorteile: nahegelegene Angebote, transparente Herkunft, vielfältige Geschmackserlebnisse und die Möglichkeit, die eigene Region aktiv zu unterstützen. Eva Rothhaar, Projektmanagerin bei der Pfalz Touristik e. V. abschließend: „Die Wilden Wochen sind ein Beispiel dafür, wie aus einer bewährten regionalen Idee eine gemeinsame pfalzweite Strategie wird. Wir verbinden Genuss, Herkunft und Landschaft zu einem Angebot, das Lust macht, die Pfalz neu zu entdecken.“

Die Aktion läuft im gesamten November und Dezember. Weil Wild naturgemäß begrenzt verfügbar ist, wird empfohlen, sich vor einem Restaurantbesuch über die aktuellen Angebote zu informieren.

Die beteiligten Betriebe nach Orten

Annweiler am Trifels
Zum alten Kurhaus im Jugendstilhotel Trifels
Zur alten Gerberei

Bad Dürkheim
Joujou GmbH

Bellheim
1A Die Kochschule

Bundenthal
Landgasthaus zur Krone

Dannenfels
Hotel Restaurant Bastenhaus
Landhotel Restaurant Berg

Deidesheim
Restaurant Bergkeller
Restaurant St. Urban im Deidesheimer Hof

Dahn
Ferienbahnhof Reichenbach

Edenkoben
Hotel Pfälzer Hof

Eppenbrunn
Hotel Kupper-Jagdstube

Eußerthal
Birkenthaler Hof

Forst
Gasthaus Ungeheuer

Hauenstein
Paddelweiher Hütte
Zum Ochsen Landgasthof-Hotel

Herxheim bei Landau
Hotel Krone Hayna

Kirchheimbolanden
Parkhotel Schillerhain

Kandel
Hotel Restaurant Zum Riesen
Hotel zur Pfalz/Kochs Restaurant

Landau in der Pfalz
Brasserie Wein & Dein/Parkhotel Landau
Goldbergs Kochschule
Restaurant Fünf Bäuerlein
Toms Näschtl

Leinsweiler
Castell – Das Hotel und Restaurant

Maikammer
Hotel-Restaurant „Das Waldhaus“
Zum Winzer

Neustadt an der Weinstraße
Restaurant Gerberhaus
Wein- und Sektgut Rebenhof

Oberotterbach
Schlössl

Otterberg
Metzgerei und Gaststätte Kraus

Pirmasens
Hotel-Restaurant Kunz

Schönau
die Heilsbach gGmbH

Schweigen-Rechtenbach
Hotel Schweigener Hof

Silz
Gaststätte am Wild- und Wanderpark Silz

St. Martin
Hotel Restaurant Winzerhof
Restaurant Consulat des Weins

Stetten
Boudier Koeller

Wörth am Rhein
Hotel Restaurant Vater Rhein

Zeiskam
Hotel Restaurant Zeiskamer Mühle

Zellertal
Gasthaus Kollektur