Spannende Informationen zu Wildfleisch sowie Informationen zu den teilnehmenden Betrieben finden Sie hier.

Landau/Germersheim 29.10.2021. Über 20 Gastronomen beteiligen sich an den „Wilden Wochen Südpfalz“ und bringen im November und Dezember Wildbret aus dem Pfälzerwald, dem Bienwald und den Rheinauen auf den Tisch. Die Häuser sind mit einem entsprechenden Schild markiert und werden von den Tourismusvereinen Südliche Weinstrasse e.V. und Südpfalz Tourismus Landkreis Germersheim e.V. sowie dem Büro für Tourismus der Stadt Landau mit einem Flyer und auf den Webseiten beworben. Unterstützt wird die Aktion von den Kreisgruppen Germersheim und Südliche Weinstraße des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz e.V.

Landrat Dietmar Seefeldt (SÜW) informiert:

"Wildbret ist das verzehrbare Fleisch von freilebenden Tieren, die dem Jagdrecht unterliegen. Wer die Vorteile von Wildbret kennt, ist schnell überzeugt: Wildbret ist ein sehr hochwertiges, vitamin- und nährstoffreiches Fleisch, das viel Eiweiß enthält und nur einen geringen Fettanteil hat. Außerdem unterliegen die Tiere keinem Schlacht- und Transportstress, da sie in ihrer natürlichen Umgebung erlegt werden."

Landrat Dr. Fritz Brechtel (GER) ergänzt:

"Das Fleisch von Wildschwein, Reh- und Rotwild aus dem heimischen Wald gilt als natürliches und regionaltypisches Lebensmittel, weil es im Gegensatz zu den Nutztieren des Menschen in seiner natürlichen Umwelt lebt. Eine artgerechtere Unterbringung als die Natur selbst, gibt es nicht. Und das schmeckt man."

Alexander Grassmann, der Beigeordnete der Stadt Landau zitiert eine Statistik des Bundeszentrums für Ernährung, Bonn, und erklärt:

"Rein statistisch gesehen, gönnen sich die Bundesbürgerinnen und Bürger nur zwei Wildmahlzeiten pro Jahr – das sind rund 450 Gramm pro Kopf. In der Südpfalz ist diese Zahl vermutlich deutlich höher, weil unsere Tourismusvereine schon seit einigen Jahren daran arbeiten, Einheimische und Gäste mit den "Wildwochen Südpfalz" für Wild aus heimischer Jagd zu begeistern."

Das unterstreicht auch Klaus Walter, der als Vorsitzender der Kreisgruppe Südliche Weinstraße des Landesjagdverbandes rund 600 Jäger vertritt, die wegen der Wildwochen eine gesteigerte Nachfrage nach Wildfleisch aus der Gastronomie erfahren:

"Nichts motiviert uns Jäger mehr, als zu wissen, dass unser Wildfleisch von Gastronomen und Verbrauchern gut angenommen wird und als leckeres Wildgericht auf dem Teller landet."

Michael Leschnig vom Haus für Nachhaltigkeit in Johanniskreuz berichtet, dass Verbraucher durch den Verzehr von Wild einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Dies hängt mit der Vermeidung von Treibhausgasen bei der Futtermittelgewinnung, der Tierhaltung und dem -transport sowie mit der Entsorgungsproblematik von Gülle zusammen. Eine insgesamt fleischreduzierte Ernährung und der Ersatz von Produkten aus konventioneller Tierhaltung durch Wildfleisch helfen dem Klima signifikant.