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Cooking affair - der Foodblog aus der Südpfalz

Eine junge Frau in blauem Pullover in einer Küche mit einem Glas Weißwein in der Hand und 4 Tellern auf der Arbeitsplatte

Kerstin Getto ist ein Genussmensch durch und durch.

Auf ihrem Blog cookingaffair.de teilt sie seit 2012 nicht nur ihre kulinarischen Vorlieben, sondern zeigt Rezepte ganz nach ihrem Geschmack – lecker und mit dem gewissen Etwas.

Von Berufswegen her hat sie mit Zahlen und Formeln zu tun und genießt als Ausgleich in Ihrer Freizeit die Arbeit mit den Händen in der Küche. Die Düfte und Aromen, das Kochen, ein gutes Essen, ein schönes Glas Wein zum Feierabend bilden für sie das perfekte Genusserlebnis.

Kerstin Getto kauft regional, saisonal ein und verwendet keine Produkte, auf deren Zutatenliste etwas steht, dass sie nicht kennt. Als Pfälzer Mädel liebt sie insbesondere die Kombination von Wein und Speisen und schätzt auch die Nähe zu Frankreich, in 10 Minunten ist sie mit dem Fahrrad im Elsass. Hier und dort lässt sie sich vom Marktangebot inspirieren und das schmeckt man auch in ihrer deutsch-französischen Küche. Natürlich gehört für sie auch ein gutes Glas Wein einfach dazu.

Für die richtige Inspiration sorgt ihr Rezept für Glücksschweinchen und Pulled Pork. Lassen Sie es sich schmecken!

Rezept: Glücksschweinchen und Pulled Pork

Burgerbrötchen mit Schweinsnäschen gefüllt mit Pulled Pork

Zutaten für die Glücksschweinchen:

3 EL Milch, warm
200 ml Wasser, warm
2 TL Trockenhefe
2 EL Zucker
1 Ei (M)
480 g Mehl (405er)
1 TL Salz
80 g Butter, weiche
1 Eigelb (M)
1 EL Sahne
Sesam, schwarz
Zahnstocher

Zutaten für das Pulled Pork:

2 ½ kg Schweinenacken, nicht ausgeschnitten
250 ml Apfelsaft oder Ananassaft
150 ml Gemüsebrühe, doppelt konzentriert
3 EL brauner Zucker (weißer geht auch)
4 EL Gewürzmischung nach Wahl

Zubereitung Glücksschweinchen:

Wasser, Milch, Zucker und Hefe mischen, 5 Minuten stehen lassen.

Mehl mit Salz vermischen, Butter zugeben und mit den Fingern kneten, bis sich kleine Krümel gebildet haben. Die Hefe-Mischung und ein Ei zugeben, den Teig 10 Minuten kneten, bis er seidig glänzt.Den Teig dann eine Stunde an einem warmen Ort abgedeckt gehen lassen.

Teig in 8 Stücke teilen zu Kugeln rollen und kleine Ohren und Nasen formen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und nochmals eine Stunde gehen lassen.

Damit die Nasen bleiben wo sie sind, Zahnstocher hineinstecken und nach dem Backen wieder entfernen. Eigelb mit Sahne verquirlen und die Schweinchen damit besteichen. Im vorgeheizten Ofen bei 180°C Ober-/Unterhitze für 20 Minuten goldgelb backen.

Zubereitung Pulled Pork:

Am Vortag die Grillgewürzmischung mit 1 - 2 EL Zucker mischen, es muss schon süßlich schmecken.

Mit dieser Mischung dann den Braten gut einreiben. Wichtig, dort wo das Fleisch aufgrund der Maserung Dellen und Ritzen hat, das Gewürz gut einarbeiten, je weiter innen, um so mehr Geschmack hat der Braten nachher. Dann in einen Gefrierbeutel geben und alle Luft rausdrücken.

Am Tag der Zubereitung den Ofen auf 110 - 130°C, je nachdem, wie viel Zeit man hat, vorheizen. 1 Stunde vor Beginn den Braten aus der Kühlung nehmen, er sollte Raumtemperatur haben.

Den Fruchtsaft, 1 - 2 EL Zucker und die wirklich konzentrierte Brühe (viel Brühpulver und wenig Wasser) mischen. Den Braten aus seiner Verpackung nehmen und alles, was sich darin befindet, in die Fruchtsaftmischung schütten. Wenn man eine Spritze für den Braten hat, etwas mehr zubereiten und den Braten damit "impfen", das macht ihn viel würziger und saftiger.

Diese Mischung in eine feuerfeste Schale füllen und unter den Braten in den Backofen stellen. Ziemlich mittig ein Bratenthermometer einstechen. Nun den Braten auf den Grillrost über die Schale mit der Fruchtsaftmischung legen, nicht zu hoch, eher unten im Backofen.

Ab und zu mal nachsehen, ob noch Flüssigkeit in der Schale ist, wenn nicht, einfach Wasser oder Saft oder Brühe, ganz mach Geschmack, nachgießen. Nach 3 - 4 Stunden, der Braten sollte schon eine Kerntemperatur von etwa 70°C haben, ist es lecker, wenn man ihn ab und zu mit der Flüssigkeit, die darunter steht, bepinselt oder begießt.

Nicht erschrecken, der Braten hat meist eine "Plateauphase", d. h. die Kerntemperatur, die ansonsten stetig steigt, bleibt lange, bis zu einer Stunde, auf demselben Niveau, geht manchmal sogar etwas runter, das ist normal. Aber bitte nicht die Temperatur erhöhen, sondern Geduld haben.

Hat der Braten, nach ca. 6 Stunden eine Kerntemperatur von 90 - 95°C, nimmt man ihn raus, wickelt in erst gut in Alufolie und dann in Handtücher. Am besten steckt man ihn in eine Kühlbox oder ins Bett (das hält prima warm). Dort sollte er mindestens eine Stunde ruhen - mehr schadet überhaupt nichts, man kann ihn auch drei Stunden warmhalten.

Den Braten mit zwei Gabeln auseinanderpflücken, sodass man das Fett wegnehmen kann und zerfaserte Fleischstücke erhält. Das Fleisch kommt in eine Schüssel und es wird immer mal wird ein bisschen von der Soße drübergegossen. Dann mit Alufolie abdecken und bei 50°C im Ofen bis zum Verzehr warmhalten.

Jetzt kann man die Glücksschweinchen mit dem Fleisch und anderen Zutaten, je nach Belieben, belegen.

Das ist echtes Slow Food - und wird ganz, ganz zart und saftig. Und ganz easy für Gäste, weil es nicht auf eine Stunde ankommt und man alles schon vorher fertig hat.

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