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Wildwochen Südpfalz

Rehrücken, Filet vom Hirschkalb oder Spare Ribs vom Wildschwein? Entscheiden Sie selbst und entdecken Sie die Wilden Wochen in der Südpfalz!

Nahaufnahme eines türkisen Tellers mit zwei rosa gebratenen Hirschrückenstücken und einer Wirsing-Salzdampfnudel in der Mitte an Rotkohljus

Leckere Wildgerichte erwarten die Gäste in den Restaurants der Südpfalz (Foto: Christian Ernst, Südpfalz-Tourismus Landkreis Germersheim e.V.)

Mit einer von Jagdhornbläsern umrahmten Feierstunde im Hotel & Restaurant Pfälzer Hof in Edenkoben wurden die „Wilden Wochen“ - eine Initiative der Kreisgruppen Südliche Weinstraße und Germersheim des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz e.V. und der Tourismusvereine Südliche Weinstrasse e.V. und Südpfalz-Tourismus Landkreis Germersheim e.V., am 17.10. offiziell eröffnet.

Rund 20 Gastronomen, die sich an der Aktion beteiligen, bringen im November und Dezember Wildbret aus dem Pfälzerwald, dem Bienwald und den Rheinauen auf den Tisch. Sie haben ihre Häuser mit einem entsprechenden Schild markiert und werden von den beiden Tourismusvereinen mit einem neuen Flyer und auf der Webseite www.soschmecktdiesuedpfalz.de/wilde-wochen beworben.

„Unser Ziel ist es, mit den Wildwochen Südpfalz Einheimische und Gäste für Wild aus heimischer Jagd zu begeistern“, erklärte Landrat Dietmar Seefeldt bei seiner Begrüßung. „Das ist auch nicht schwer, denn Wildbret – also das verzehrbare Fleisch von freilebenden Tieren, die dem Jagdrecht unterliegen - ist ein sehr hochwertiges Fleisch mit hohem Mineralstoff- und Vitamingehalt bei gleichzeitig geringem Fettanteil. Und wer Wildfleisch statt Rind- oder Schweinefleisch aus Massentierhaltung isst, leistet obendrein einen Beitrag zum Klimaschutz weil das Futter im heimischen Wald reichlich vorhanden ist und nicht mit großem CO2-Ausstoß von weither transportiert werden muss. Außerdem unterliegen die Tiere keinem Schlacht- und Transportstress.“

„Die Wildwochen sind eine gemeinsame Aktion unserer beiden Landkreise, Produkte aus der Region zu fördern. Das Fleisch von Wildschwein, Reh- und Rotwild aus dem heimischen Wald gilt als natürliches und regionaltypisches Lebensmittel, weil es im Gegensatz zu den Nutztieren des Menschen in seiner natürlichen Umwelt lebt. Wir freuen uns sehr darüber, dass viele Gastronomen bei den hiesigen Jägern Fleisch einkaufen und so dafür sorgen, dass das geschossene Wild auch eine sinnvolle und äußerst schmackhafte Verwendung findet. Regionaler und `mehr Bio´ geht gar nicht“, so Landrat Dr. Fritz Brechtel.

Kreisjagdmeister SÜW Jörg Sigmund erklärte, dass es aktuell besonders viele Wildschweine gibt, weil sie so viel Nahrung finden. „Wegen des langen warmen Sommers wurden die Früchte sehr früh reif und es gibt besonders viele und große Buchäckern, Eicheln und Kastanien. Der Tisch ist für die Tiere reich gedeckt. Weil viele Schweine aber auch viele Schäden bedeuten, sind wir Jäger verpflichtet, Wild zu schießen, um Überpopulationen zu vermeiden.“ Er erinnerte damit an die Rolle der Jäger als nachhaltige Nutzer und leidenschaftliche Schützer der Natur, die dafür sorgen, dass der Wald im Gleichgewicht gehalten wird.

Klaus Walter, der als Vorsitzender der Kreisgruppe Südliche Weinstraße des Landesjagdverbandes rund 700 Jäger vertritt, freut sich darüber, dass die Jäger wegen der Wildwochen gerade eine große Nachfrage nach Wildfleisch aus der Gastronomie erfahren. „Nichts motiviert uns Jäger mehr, als zu wissen, dass unser Wildfleisch von Gastronomen und Verbrauchern gut angenommen wird und als leckeres Wildgericht auf dem Teller landet. Übrigens ist im rheinland-pfälzischen Wald die Verwendung von bleifreier Munition für die Jäger vorgeschrieben. Beim Wildschwein kommt nur Fleisch in den Verkauf, das auf Trichinen untersucht ist und dessen Strahlenbelastung unterhalb des gesetzlichen Schwellenwertes liegt“, erläuterte Walter.

Hier gibt’s Wild aus der Region:

•    Weinstube Spelzenhof, Altdorf
•    Landgasthof Gräfenhausen, Annweiler
•    Restaurant im Kurhaus Trifels, Annweiler
•    Ritterhof zur Rose, Burrweiler
•    Restaurant Schneider, Dernbach
•    Weinstube am Stäffelsberg, Dörrenbach
•    Hotel und Restaurant Pfälzer Hof, Edenkoben
•    Birkenthaler Hof, Eußertal
•    Landgasthof Klosterstüb’l, Eußerthal
•    Koch’s Restaurant, Kandel
•    Hotel zum Riesen, Kandel
•    Hotel Soho, Landau
•    Hotel und Restaurant Castell, Leinsweiler
•    Restaurant Consulat des Weins, St. Martin
•    Gasthaus & Wildmetzgerei zur Kalmit, Maikammer
•    Gasthaus zum Winzer, Maikammer
•    Gasthof zum Lamm, Neupotz
•    WeinRestaurant Fritz Walter, Niederhorbach
•    Gasthaus zum goldenen Lamm, Ramberg
•    Restaurant Zum Bahnhof 1894, Rohrbach
•    Zur Hofschänke, Winden

Nähere Infos zu den Wilden Wochen finden Sie hier.

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