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Der Hortfund von Neupotz

Der als Barbarenschatz bezeichnete Hortfund von Neupotz wiegt über 700 kg und gilt damit als der größte Metallfund Europas der Römerzeit. Der spektakuläre Schatz mit über 1000 Objekten aus Bronze, Messing, Eisen und Silber dokumentiert das Leben der römischen Provinzbevölkerung mit unterschiedlichen Gegenständen wie Geschirr, Münzen, Werkzeug, Waffen sowie sakrale Gegenstände.

Die Münzdatierungen geben Grund zur Annahme, dass der Schatz zum Beutegut alemannischer Stämme zählte. Diese wurden vom Reichtum der römischen Gebiete angezogen und fielen mit Plünderungszügen in den Kriesenjahren 259/260 in das Imperium ein. Dabei überschritten sie den Limes um tief in die gallisch-germanischen Provinzen vorzudringen.

Der von den Römern kontrollierte Rhein war für Plünderer eine gefährliche Hürde auf ihrem Rückweg ins Freie Germanien. Die germanischen Eindringlinge, reich mit Beute beladen, wurden nicht selten bei der Flussüberquerung von römischen Truppen abgefangen, die mit ihrer Schiffsflotte auf dem Rhein patrouillierten. Nach heftigen Gefechten Versank ein Teil der erbeuteten Reichtümer in den Fluten des Rheins.

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